Die jährlichen Weltjugendtage sind in den Berliner Gemeinden leider wenig bekannt. In jedem Jahr, in dem kein internationales Treffen stattfindet, lädt der Hl. Vater mit einer Botschaft und einem eigenen Motto die Jugendlichen ein, den Tag der Jugend in ihren Pfarrgemeinden zu begehen:
Am kommenden Palmsonntag werden wir auf Diözesanebene den XXIV. Weltjugendtag begehen. Während wir uns auf diese jährliche Feier vorbereiten, denke ich mit tiefer Dankbarkeit gegenüber dem Herrn an das Treffen zurück, das im Juli vergangenen Jahres in Sydney stattgefunden hat: ein unvergeßliches Treffen, bei dem der Heilige Geist das Leben zahlreicher Jugendlicher erneuert hat, die aus der ganzen Welt gekommen waren. Die Feststimmung und der spirituelle Enthusiasmus, die wir in jenen Tagen erleben konnten, waren ein beredtes Zeugnis für die Gegenwart des Geistes Christi. (Quelle)
In Herz Jesu wurden allerdings schon in den letzten beiden Jahren die Weltjugendtage auf Pfarreiebene begangen (Bericht von 2007 hier). Waren in den zurückliegenden beiden Jahren nur wenige Jugendliche aus Potsdam, Kleimachnow und Teltow der Einladung gefolgt, so gab es in diesem Jahr ein breiter angelegtes Angebot des Erzbistums Berlin, an dem auch junge Leute aus unserer Pfarrei teilnahmen.
BERICHT AUF DER WEBSITE DES ERZBISTUMS BERLIN
Auf dem Pilgerweg zum Internationalen Weltjugendtreffen, das 2011 in Madrid stattfinden wird, sind zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene im Erzbistum Berlin am zurückliegenden Samstag der Einladung von Papst Benedikt gefolgt, ein Fest des Glaubens mit der Weltkirche in ihren jeweiligen Bistümern zu feiern.
Mit einer Messe eröffnete Weihbischof Wolfgang Weider die Jugendbegegnung; das Gotteslob drang aus der mit 400 Gläubigen gefüllten Sankt-Bonifatius-Kirche auf die belebte Yorckstraße; vor dem Kirchenportal befand sich ein Doppeldeckerbus; dieser war nicht nur Infozentrale für die Teilnehmer und vorübergehende Passanten, deren Aufmerksamkeit und Verwunderung erregt wurde; hier wurde kurzerhand das Oberdeck zum Seminarraum umfunktioniert. Mitglieder des Chapters Ludwigsfelde der Tribe of Judah Motercycle Ministries, die mit ihren metallenen Feuerrössern vorfuhren und sich in ihrer Bikerkluft zeigten, gaben dort in einer Bildershow Einblicke in ihre christliche Identität als Biker und ihrer Abkehr von einer glaubensfernen oder auch kriminellen Vergangenheit.
Hinter der Häuserfront auf dem Pfarrhof rund um das Kirchengebäude wurde auf einem „Markt der spirituellen Möglichkeiten“ eine bunte Vielfalt des kirchlichen Lebens repräsentiert durch verschiedene geistlichen Bewegungen und Gemeinschaften, Studentenverbindungen, kirchliche Hilfsorganisationen und Verbände. An Infoständen wurden Quizspiele und kreative Arbeiten angeboten; hier war aber auch einfach Zeit zum Austausch und zum gemeinsamen Beisammensein. Auf der Festbühne sorgte die JoTa-Band währenddessen für Stimmung. Eine breite Palette von Workshopangeboten regte zur Auseinandersetzung mit persönlichen Lebenszeugnissen und brisanten Themen sowie zu gestalterischen Tätigkeiten an und eröffnete neue Perspektiven – das sicher nicht nur bei einer Turmbesteigung.
Im Rahmen der abendlichen einstündigen Palmprozession durch die Straßen des Stadtviertels, an der die jugendlichen Vertreter der verschiedenen Gemeinden und Gemeinschaften des Erzbistums – darunter auch ausländische Missionen – teilnahmen, haben die Jugendlichen ein überdimensionales zuvor selbst gestaltetes Kreuz mitgetragen, dazu Palmwedel und Fackeln, welche die gesungene Botschaft und Überzeugung wiedergaben: „Jesus Christ, Feuer das die Nacht erhellt, Jesus Christ, Du erneuerst unsre Welt“. Bei zahlreichen Schaulustigen an den Straßenrändern erregte auch das Beichtmobil erstaunen, das das Hilfswerk „Kirche in Not“ zur Verfügung gestellt hatte – das Fahrzeug erreichte den Prozessionszug „verspätet“, weil eine Beichte besonders gründlich und ausführlich ausgefallen war. Nach dem Abschluß auf dem Platz vor der Berliner Jugendkirche unweit des Moritzplatzes gab es noch ein Gospelkonzert.
Dank gilt es zu sagen den freiwilligen Helfern, den Volunteers und allen ehrenamtlich Engagierten, die im Arbeitskreis Weltjugendtage durch ihr Mittun diesen Tag ermöglicht haben. Besonders hervorzuheben ist hier die logistische und tatkräftige Unterstützung der Malteserjugend – ein Team, das immer dort vor Ort war, wo helfende Hände gebraucht wurden. (Quelle: Erzbistum Berlin)

Weihbischof Wolfgang Weider lobte die Initiative zu einem diözesanen Weltjugendtag und verbrachte auch nach dem Gottesdienst noch viel Zeit mit den Jugendlichen

Viele Kapläne aus dem Bistum und darüberhinaus feierten zusammen mit Weihbischof Weider ein Pontifikalamt. Zahlreiche Gemeinschaften und neue Bewegungen gaben dem Tag ein buntes Flair.

Jugendliche der Gemeinschaft Totus Tuus waren neben vielen anderen Gruppen Teil des offiziellen Programms des erzbischöflichen Jugendamtes

Zum Abschluß des Weltjugendtages zogen die Jugendlichen mit Palmzweigen durch Kreuzberg zur Jugendkirche St. Michael. Wunsch der Veranstalter war es, daß die Jugendlichen am Sonntag in ihren Gemeinden mit den Palmzweigen am Gottesdienst teilnehmen, um die Idee der Weltjugendtage ins Bewußtsein zu rufen.
PRESSEECHO
Vom Beichtmobil bis zur Bikerszene (Die Tagespost)
Beichten to go (taz)
Beichtstuhl auf vier Rädern (BILD)
Beichtmobil ist ein Hingucker (Kirche in Not)
Charismatische Erneuerung beim Weltjugendtag (erneuerung.de)
Bilder von Pater Adrian Kunert SJ (Canisius-Kolleg)
Fürchte dich nicht! (Amica)
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